Wächtersbacher Messe vom 30.4. bis 8.5.2016

Auch auf der diesjährigen Messe war der KJV Gelnhausen wieder mit einem Stand vertreten. Es war die 11. Teilnahme. Die erste Teilnahme kam auf Basis einer Vereinbarung zwischen Frau Renate Schmoock, damals Leiterin der Abteilung jagdliches Blasen und Frau Wirsing, Organisatorin der Landwirtschaftlichen Ausstellung auf der Messe im Jahre 2006 zustande. Auf Basis dieser Vereinbarung konnte der KJV seit dieser Zeit einen Stand kostenfrei nutzen, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Der Aufbau in diesem Jahr begann am 29.4.2016 morgens um 8:00. Der frühe Zeitpunkt war von Gitta Jung gewählt worden, um sich ein Kontingent an Tischen und Bänken zu sichern, die zu diesem Zeitpunkt angeliefert werden. Die Verteilung erfolgt sehr restriktiv und wird durch Frau Wirsing kontrolliert.


Zu bemerken ist noch, dass die Temperaturen an diesem Morgen nur knapp über dem Gefrierpunkt lagen. Heißer Kaffee war auch noch nicht zu bekommen. Also war jeder bestrebt, die anfallenden Arbeiten so schnell als möglich abzuschließen. Am späten Nachmittag traf man sich dann wieder, um den eigentlichen Aufbau und die Gestaltung des Standes vorzunehmen. In diesem Zusammenhang unseren Dank an Erich Gebert und Bertold Mösinger, zwei Vereinsmitglieder, die jedes Jahr Utensilien und Exponate zur Gestaltung des Standes zur Verfügung stellen.


Dank dem weiblichen Faktor im Aufbauteam (Gitta Jung und Melanie Bechtold), erfolgte auch noch eine optische Gestaltung des Standes, so dass das Endergebnis als ansehnlich  zu bezeichnen war.


Am Samstag, dem 30.4.2016, erfolgte dann um 10:00 Uhr die Eröffnung der Messe. Da in der Vergangenheit der Auftritt der Bläser immer sehr unbemerkt vonstatten gegangen ist, hatten wir beschlossen, ihn dieses Jahr zeitlich zu verlegen. Die Idee war, den Auftritt der Bläser zeitgleich mit dem Rundgang der Offiziellen stattfinden zu lassen. Also trafen sich die Bläser gegen 10:30 an unserem Stand und bliesen sich warm.
Und dann begann das große Warten.


Ein Teil der Bläser übte sich in Geduld. Die Jüngeren aber waren nicht am Stand zu halten. Dann, nach einer Stunde, kamen die Offiziellen sehr überraschend in unser Zelt. Marga Leichum telefonierte schnell die Bläser zusammen. Der Auftritt begann zeitgerecht.

 


Die gesamte anwesende Prominenz einschließlich Staatssekretär im Auswärtigen Amt Roth, Bürgermeister Weiher, Landrat Pipa, Altbürgermeister Kretschmer und Altlandrat Eyerkaufer lauschten den Klängen unserer Bläser. Diese trugen die Stücke, „Sammeln der Jäger“, „Begrüßung“, „Damhirsch tot“ und zu Abschluß auf Wunsch unseres Altlandrates Karl Eyerkaufer,“ Sau tot“, vor.
Die anwesende Presse dokumentierte den Auftritt sehr interessiert. Somit kann behauptet werden, dass der Auftritt des KJV ein Erfolg war, der auch bemerkt wurde.


Der Rest des ersten Messetages verlief in gewohnten Bahnen. Der Stand des KJV war durchgehend gut besucht. Die anwesenden Personen des Standdienstes wurden immer wieder mit Fragen angesprochen. Der Schwerpunkt des Interesses lag, wie schon erwartet, bei Waschbär, Marder
und Wildschwein. Dieser Trend konnte die gesamte Veranstaltungsdauer festgestellt werden und wurde den Fragenden ausführlich erklärt.


Ein Highlight der Messe war der Donnerstag. An diesem Tag hatten wir zwei Uhu`s, einen Wüstenbussard und zwei Frettchen auf dem Stand. Die Tiere wurden von Xenia Flaum, Gitta Jung und Hans Uwe Jung betreut. Der Zulauf war so groß, dass fünf Personen Standdienst teilweise nicht ausreichten,
um alle Fragen zu beantworten.

Zum Glück war an diesem Tag auch Wolfgang Jöst anwesend. Er wurde kurzer Hand als Jule für einen Uhu ausgewählt und war für lange Zeit der Fels in der Brandung.


Das Interesse der Besucher hielt bis zum letzten Tag an. Der für die Kinder gedachte Beitrag „Fühl doch mal“, bei dem Gegenstände in nicht einsehbaren Boxen erfühlt werden mußten, wurde auch von den Erwachsenen gut angenommen. Das vom LJV Hessen beigestellte Infomaterial konnte komplett ausgeteilt werden und es wurde festgestellt, dass die neuen Schonzeiten für die Prädatoren bei der Bevölkerung auf ein völliges Unverständnis stoßen.
Alles in allem möchten wir von einem großen Erfolg für den KJV Gelnhausen sprechen. Wir haben nicht nur Flagge gezeigt, sondern konnten unseren Standpunkt vermitteln und haben dafür Verständnis bei der Bevölkerung entgegengebracht bekommen. Deshalb unser Aufruf an alle Mitglieder, versteckt Euch nicht, geht in die Offensive und kämpft weiter gegen die neue Jagdverordnung. Nur auf diese Art und Weise werden wir auch in Zukunft Jagd erleben.

 

Zum Schluß noch ein großes Dankeschön an alle Helfer und die Personen, die sich zum Standdienst gemeldet haben. Unser besonderer Dank geht an Martin Pfeifer, der am 1.Mai nachmittags und am 6.5. nachmittags, jeweils alleine auf dem Stand ausgehalten hat. Danke Martin.